Der geschriebene Name
Im modernen Japanisch schreibt man 富士山, gelesen Fujisan. Die Zeichen bedeuten etwa Reichtum und Edelmann oder Krieger. Sie wurden aber nach ihrem Klang gewählt, nicht nach ihrer Bedeutung, und erklären daher nicht den Ursprung.

Hintergrund
Der Name ist älter als seine Kanji, und sein Ursprung ist nicht eindeutig belegt. Hier sind die Theorien, die Forschende ernst nehmen, und die in Japan übliche Aussprache.
Im modernen Japanisch schreibt man 富士山, gelesen Fujisan. Die Zeichen bedeuten etwa Reichtum und Edelmann oder Krieger. Sie wurden aber nach ihrem Klang gewählt, nicht nach ihrer Bedeutung, und erklären daher nicht den Ursprung.
Eine alte Deutung verbindet Fuji mit fushi, unsterblich oder endlos. Dahinter steht die Unsterblichkeitslegende aus der Geschichte vom Bambussammler, in der ein Elixier auf dem Gipfel verbrannt wird.
Eine beliebte Theorie führt den Namen auf ein Ainu-Wort für Feuer oder eine Feuergottheit zurück. Sprachforschende bezweifeln sie, da Ainu-Siedlungen so weit südlich nicht sicher belegt sind. Dennoch taucht sie immer wieder in Reiseführern auf.
Andere Deutungen leiten Fuji von fuji, Blauregen, oder von Wörtern für einen langen, gleichmäßigen Hang ab. Schon die ältesten erhaltenen Erwähnungen im Man'yoshu nutzen mehrere Schreibweisen.
Yama und san sind beides Lesarten von 山. Auf Japanisch heißt es Fujisan. San lässt sich auch als höfliche Anrede lesen, passend zu einem seit Jahrhunderten verehrten Berg. Fujiyama ist eine ausländische Wortschöpfung.
Die Schutzgottheit des Berges ist Konohanasakuya hime, Göttin der Blüten und der Ruhe des Vulkans. Ihre Sengen-Schreine säumen den Bergfuß und geben dem Fuji seinen anderen Namen, Sengen.